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Titelsüchtig

Im Sport ist es keine Schande, titelsüchtig zu sein – im Unternehmen sehe ich das anders. Denn die Titel, die in mancher Firma verteilt und scheinbar allen Ernstes verwendet werden, finde ich mehr als merkwürdig. Aber beurteilen Sie es selbst.


Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, warum wir bei NeumannZanetti & Partner keine offiziellen Titel führen und kommunizieren, beispielsweise auf den Visitenkarten. Meine Antwort ist stets die gleiche:

«Entscheidend ist nicht, wie man sich nennt, sondern was man macht und was man erreicht.»

Davon bin ich absolut überzeugt. Es gilt innerhalb der Firma und erst recht gegenüber Kunden. Neuen Teammitgliedern erkläre ich dies auch sehr gern persönlich. Klar, in unseren Arbeitsverträgen und im Organigramm sind neben den Aufgaben, Zielen und Verantwortlichkeiten auch die Funktionsbezeichnungen aufgeführt. Die Wertschätzung von Kunden gilt es sich jedoch richtig zu verdienen, anstatt zu denken, dass die blosse Funktionsbezeichnung beeindruckt.

Ausserdem gibt es genügend Titel in anderen Unternehmen, die ich entweder für protzig, übertrieben oder einfach merkwürdig halte. Müssen Funktionsbezeichnungen von Führungskräften denn wirklich bis zu drei Zeilen auf einer Visitenkarte ausmachen?

Vier besondere Beispiele habe ich für Sie im Snack der Woche notiert. Stimmen Sie dort ab, welche der vier Bezeichnungen Sie für besonders wenig gelungen halten – ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Meinung.

Bodenständige Grüsse aus Meggen!

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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