poligons1

Spicken - aber elegant

Ist es okay, für Auftritte einen Spickzettel zu nutzen? Die Antwort ist für mich klar – mein Tipp heute betrifft ein schönes Detail fürs «Wie» …


Samstagabend, 300 Gäste, 30° Celsius - traumhafte Rahmenbedingungen für ein Fest. Als der Gastgeber (und VRP) sich an die Gäste wendet, weiss er sehr wohl was er sagen will. Aber er weiss es nicht mehr sehr lange, zumindest nicht in der richtigen Reihenfolge. Doch er hat ja noch seine Spickzettel. Seine Notizen sind jedoch offensichtlich mehrere Seiten lang – alle Gäste sehen die beidseitig mit Hand beschriebenen A4-Blätter. Es wuselt und raschelt und die Art, wie die Seiten gefaltet sind, trägt auch nicht gerade zur Orientierung bei. Also gibt der Redner die Suche auf – und fährt stockend, aber immerhin frei redend und sehr sympathisch fort.

Das Fest war übrigens spitze und die «technischen Details» der Ansprache haben die Stimmung natürlich nicht getrübt. Trotzdem habe ich einen Tipp für alle, die Freude an sympathischer und eleganter Kommunikation haben:

  • Ihre Spickzettel sollten das Format C5 nicht überschreiten.
  • Nummerieren Sie diese oben rechts in der Ecke.
  • Notieren Sie nur Satzanfänge – zu den von Ihnen vorbereiteten Abschnitten passend.
  • Und achten Sie auf folgendes Detail: Kopieren Sie Ihr Firmenlogo oder den Titel des Anlasses gross auf die Seite der Spickzettel, die den Zuhörern zugewandt ist – dies sieht nicht nur bei Thomas Gottschalk und Kurt Aeschbacher elegant aus, sondern auch bei Ihnen.

Viel Spass bei den nächsten Auftritten.

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


Artikel teilen