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Quereinsteiger

Ohne sogenannte Quereinsteiger könnten viele Unternehmen viele Positionen nicht mehr besetzen. Wie schaut es eigentlich mit der Einarbeitung von Quereinsteigern aus?


Ein Quereinsteiger wechselt in einen Beruf, für den ihm die klassische Grundausbildung fehlt – hätte er diese, wäre er gar keiner. Glücklicherweise gibt es jedoch viele Quereinsteiger, denn wer würde in der Informatik, im öffentlichen Verkehr, in der Pflege oder in den Schulen demnächst sonst Verantwortung übernehmen?

In Gesprächen mit Führungskräften fiel mir zuletzt folgendes auf: Die Einarbeitungsprogramme in den Unternehmen sind nur sehr mässig auf Quereinsteiger massgeschneidert.

  • Führungskräfte sollten mit Quereinsteigern eher mehr Gespräche führen als üblich. Denn die kulturelle Veränderung führt zu Gesprächsbedarf.
  • Quereinsteiger starten oft mit einer geradezu visionären Einstellung zum Aufgabenfeld – denn dieses haben Sie ja gezielt gesucht. Was tun Sie, um diese Einstellung zu erhalten?
  • Quereinsteiger tragen viel zu Vielfalt im Team bei. Nutzen Sie das? Oder ist der Blick von aussen unterm Strich gar nicht erwünscht?

Bevor Sie freie Stellen mit Quereinsteigern besetzen, sollten Sie übrigens gut prüfen, ob die Bewerber sich eine realistische Vorstellung der neuen Umgebung machen können. Gerade Stellenvermittler zeichnen da häufig ein zu rosiges Bild – lassen Sie sich also nur von der Aussicht auf eine schnelle Besetzung einer Stelle nicht zu einfach locken …

Engagierte Grüsse aus dem Head Office für Wertschätzendes, konsequentes und innovatives Führen.

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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