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Kundenkarten - Hilflosigkeit

Marken sind wichtig und wertvoll. Schliesslich beeinflusst das Image einer Marke viele Kaufentscheidungen. Doch wie schafft man es, dass Kunden die Marke im Alltag erleben? Eins ist klar: Die einen können es und andere bleiben im Mittelmass stecken …


Viele Unternehmen setzen auf Kundenkarten, um ihrer Kommunikation mit Kunden ein Highlight zu verschaffen. Das sieht dann so aus:

In der Post finde ich die «neue» Karte eines Modelabels. Genau genommen heisst sie jetzt einfach anders – um dies zu erkennen, braucht es kein Insider-Wissen. Der Begleitbrief zur Karte klingt genau so persönlich – oder sollte ich sagen «austauschbar» - wie es eine Werbeagentur eben hinbringt. Unterschrieben ist der Brief nicht vom Filialteam, dem man beim Einkauf begegnet, sondern vom Besitzer des Unternehmens. Toll, sicher steht der beim nächsten Mal selbst an der Kasse. Und die Vorteile der Kundenkarten werden so richtig gefeiert. Was glauben Sie, sind die Vorteile?

  • Rabatte bzw. Rückvergütungen, je nach Umsatz
  • Mit der Karte kann man AB JETZT zahlen
  • Kunden erhalten für Ihren Einkauf Punkte

Mannomann - wir leben nicht mehr im Jahr 2000! Ist das alles, was die Marketing-Strategie hergab? Vielleicht liegt da genau das Problem: auf mich wirkt das zu strategisch und zu weit weg vom Kunden.

IKEA hingegen macht’s allen anderen vor. Die Family Card ist auch ein Grosserfolg, weil sie eben nicht nur auf Rabatte setzt, sondern Erlebnisse verschafft. Für Familien sind beispielsweise Kaffee- und Softgetränke während dem Einkauf GRATIS. Das ist grosszügig, clever und alltagswirksam. So einfach kann es sein.

Innovationsfordernde Grüsse an alle Marketingstrategen!

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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