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Im falschen Film

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz immer wieder das Gefühl haben, im falschen Film zu sein: Was machen Sie dann?


Im falschen Film sein ist gar nicht gut. Denn dorthin kommt man nur selten von heute auf morgen; nein. Dahinter stecken meistens negative Entwicklungen. Viele Menschen sprechen darüber, wenn sie sich wie im falschen Film fühlen. Vor allem mit ihren Kollegen, mit Freunden und Familie – ganz oft leider nicht mit ihren Vorgesetzten. Und so schreitet ein Prozess voran, dessen Ergebnis einen Namen trägt: Innere Kündigung.

Innere Kündigung – ein Ort an den niemand will. Und an dem man es nicht lange aushält. Denn das kostet Energie. Der Fokus geht verloren. Konzentration fällt schwerer, Teamwork auch. Vieles verändert sich fast nur noch zum Schlechteren.

Innere Kündigung ist auch für Führungskräfte eine echte Herausforderung. Kann man sie erkennen? Am besten ist Vorbeugung, aber wenn es dafür zu spät ist? Auch dann helfen Gespräche, denn auf Zufriedenheit, Ziele und Einstellungen sollten Sie Ihre Mitarbeiter ja sowieso oft genug ansprechen.

Eins ist klar: Führungskräfte, die sehr wenig mit ihren Teams sprechen und wenn, dann vor allem «zur Sache», haben kaum eine Chance, Entwicklungen aufzuhalten, die zu innerer Kündigung führen. Schade, denn manches Teammitglied würde man gern behalten und es wäre auch möglich.

Nachdenkliche Grüsse, aber natürlich trotzdem ein schönes Wochenende!

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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