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Handlungsspielraum (1)

Ob Führungskräfte und Mitarbeiter bei der Arbeit ihren Handlungsspielraum nutzen oder nicht, hat mehrere wichtige Auswirkungen.


In vielen Firmen ist richtig was los. Veränderungen folgen rasch aufeinander – Entschleunigung ist nicht in Sicht. Unternehmen werden gleichzeitig grösser und unübersichtlicher, inklusive den Führungsstrukturen. Moderne Führungsmodelle ersetzen alte Gewohnheiten. Spezialisierung und Digitalisierung werden intensiver: spätestens jetzt braucht’s gute Nerven. Genau diese Nerven leiden zunehmend - im Job mangels Pausen und dazu noch durch die «Alles jetzt» Gesellschaft.

Bereits eine der genannten Entwicklungen reicht, damit sich der Handlungsspielraum von Führungskräften und Mitarbeitern ändert. Wenn alle Entwicklungen parallel stattfinden, ist es wahrscheinlich sogar eine Kunst, den eigenen Handlungsspielraum zu sehen und zu nutzen. Umso wichtiger ist, dass Sie …

  • Pausen machen, wenn man sie braucht
  • Entscheidungen treffen, wenn man sie braucht
  • Das Können von Kollegen nutzen, wenn man dieses braucht
  • Weiterbildung einfordern, wenn man diese braucht
  • Weitere Ressourcen anfordern, wenn man sie braucht

Jetzt kommt der Haken: Viele Teammitglieder sind nicht in der Lage, ihren Entscheidungsspielraum zu nutzen. Sie kennen ihn oft nicht. Oder sie haben Angst, Verantwortung zu tragen. Oder sie haben sich in den Veränderungen verloren. Oder Welleneffekte – durch zusätzliche private oder gesundheitliche Herausforderungen - hindern sie daran, ihr Potenzial bei der Arbeit zu nutzen. Was daraus resultiert ist klar: Überforderung.

Für heute stelle ich Ihnen die Aufgabe, diesen Zusammenhang in Ihrem Umfeld zu hinterfragen. Wie gut kennen Ihre Teammitglieder ihren Handlungsspielraum? Welche Verbesserungen finden nicht statt, weil der Handlungsspielraum nicht genutzt wird?

Frühlingshafte Grüsse und einen schönen Freitag noch

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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