poligons1

Der Empfehlungs-Irrtum

Mit der letzten Rechnung eines Versandhändlers hielt ich ihn wieder in Händen – den Empfehlungs-Irrtum. Irren Sie sich auch?


10.– CHF für Ihre Neuwerbung eines Kunden. Die Werbung ist nicht zu übersehen, denn der Gutschein-Code verdeckt die halbe Rechnung. Im Kleingedruckten finde ich heraus, dass die 10.– CHF nur fällig werden, wenn ein von mir geworbener Neukunde dann auch seine Rechnung zahlt. Ich darf die 10.– CHF dann von einer zukünftigen Rechnung abziehen.

Wissen Sie, was ich davon halte? Ganz wenig, um es charmant auszurücken. Wieso? Qualitätskunden empfehlen nicht gegen Bezahlung. Okay, in einigen wenigen Kundensegmenten lassen sich so Empfehlungen auslösen. ABER: Ich empfehle Ihnen, auch auf andere Erfolgsfaktoren zu setzen – und von denen habe ich beim besagten Versandhändler noch nichts gespürt.

Ich stelle übrigens häufig fest, dass Unternehmen keine wirkliche Systematik umsetzen, um Empfehlungen auszulösen. Sie vertrauen lieber einfach mal so darauf, dass die Mund-zu-Ohr-Propaganda funktioniert. Schade!

  • Verblüffen Sie Ihre Kunden mit Leistung – denn durch Kundenverblüffung Erwartungen zu übertreffen ist der beste und sicherste Weg, um Empfehlungen auszulösen.
  • Fragen Sie Ihre Kunden nach Empfehlungen – ungefähr die Hälfte ist bereit, konkrete Empfehlungen auszusprechen.
  • Fragen Sie Neukunden stets, wie diese auf Sie gekommen sind – denn so erhalten Sie Messgrössen.

Dies sind nur drei Puzzle-Steine einer Weiterempfehlungs-Systematik – bei welchem haben Sie noch Handlungsbedarf?

Engagierte Grüsse aus dem Head Office für Kundenorientierung und Wertschätzendes Führen in Meggen!

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.