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Auf den Hund gekommen

Wer «auf den Hund gekommen ist», dem geht es scheinbar nicht gut. Ob das auch in der heutigen kurzen Geschichte so zutrifft?


Neulich klagte mir ein Treuhänder sein Leid: «Immer schwieriger wird es, gute Mitarbeiter zu finden. Vor kurzem hatte ich eine tolle Bewerberin, doch die wollte ihren Hund mit ins Büro bringen, das geht doch nicht!»

Ehrlich gesagt: ich frage mich, wer hier sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist. Und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Meinung heute per Voting kundtun.

Kann sich ein Arbeitgeber das heute noch leisten? Schauen wir den Fall dafür genau an. Eine Bewerberin möchte in einem Treuhandbüro arbeiten. Im 80% Pensum und an zwei dieser vier Tage möchte sie ihren Hund mit ins Büro bringen.

  • Was dafür spricht? Wenn ein Hund im Büro einen Rückzugsort hat, fühlt er sich schnell wohl. Die Mittagspause kann für einen Spaziergang genutzt werden, was allen gut tut, die mitgehen. Der Augen- und Streichelkontakt zu Hunden kann zu grossem Wohlbefinden beitragen und Stress abbauen.
  • Was dagegen spricht? Junge Hunde spielen zu viel und stören im Büro vielmals. Ein Mittagsspaziergang reicht bei deren Bewegungsdrang nicht aus. Und andere Teammitglieder reagieren vielleicht allergisch, und zwar im doppelten Sinn.

Haben Sie schon Erfahrungen mit Hunden am Arbeitsplatz gesammelt oder sogar mit anderen Tieren? Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Welcher Aussage stimmen Sie am meisten zu?

  1.  Der Treuhänder hat Recht – ein Büro ist kein Zoo und Tiere haben da nichts zu suchen.
  2.  Der Treuhänder betrachtet das Thema hoffnungslos veraltet – die Vorteile eines Hundes im Büro überwiegen - das muss möglich sein.
  3.  Die Wahrheit hängt von der Grösse des Hundes ab. Kleine Hunde sind okay, grosse Hunde nicht.
  4.  Ob ein Hund im Büro okay ist, sollte das Team im Büro gemeinsam entscheiden, denn die arbeiten schliesslich dort.

Ich bin gespannt – aus Meggen sende ich Ihnen einen fröhlichen, herbstlichen Gruss

 

Jörg Neumann

joerg@nzp.ch


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